Der Morgen beginnt ruhig. Ich frühstücke mit Tanja zusammen, die Mädels schlafen was länger. Damit wir nicht ganz so viel tragen müssen, stellen wir ein Paket zusammen, dass nach Bonn geschickt wird. Aus Ausflugsziel haben wir uns heute den Starnberger See vorgenommen. Es soll richtig heiß werden und dort kann man gut schwimmen gehen. Und die Aussicht ist fantastisch. Den ursprünglichen Plan vormittags ins Deutsche Museum zu gehen (ja, das hat tatsächlich auch montags geöffnet), verwerfe ich zugunsten eines gemütlichen Frühstücks.
Nach Aufgabe des Paketes fahren wir mit dem Bus zur nächsten S-Bahn-Station und verpassen leider gerade eine. Die nächste geht erst 20 Minuten später und fährt dann ca. 30 Minuten. Letztendlich sind wir dann erst nachmittags in Feldafing angekommen, da hatte ich ein Strandbad ausgemacht, dass feinen Sand haben soll. Zumindest war ich der Meinung das irgendwo gelesen zu haben. Stutzig machte uns schon, dass praktisch alle (und gerade die mit großen Taschen – > Schwimmen ) in Starnberg ausstiegen. Hmm. Wir fuhren weiter bis Feldafing. Dann noch ein kleiner Fußmarsch mit Stopp beim Dorfhändler für Melone und Ayran und wir waren da. Allerdings hatten wir uns das Strandbad etwas anders vorgestellt. Feinen Sand gab es wenn überhaupt nur aufgeschüttet im Kleinkindbereich. Bei großen Liegeflächen erwarten wir eine andere Größe, aber immerhin war es nicht überfüllt. Nur Familien mit kleinen Kindern und alte Leute. Na ja, jetzt noch etwas anderes zu suchen, hätte zu lange gedauert und so blieben wir doch. Tamara konnte schön schwimmen gehen und fand sogar direkt Anschluss an ein anderes Mädel, Sarah und ich machten es sich unter einem Baum bequem.
Nun für das nächste Mal wissen wir jetzt aber: Strand bedeutet an den Seen in Bayern immer Kieselstrand. In Starnberg gibt es auch ein großes Strandbad und ansonsten kann man viel besser direkt am See liegen. Einfach von Starnberg Richtung Berg laufen, da gibt es immer was.


Die futuristische Kirche in Feldafing 
Ein eingewachsenes Schild (min. ein halben Meter in der Hecke) 


Abends ging es wieder zurück. Die Mutter des Mädels hat uns noch mit ihren Luxusproblemen zugetextet, so dass wir etwas zu spät los kamen. Also mussten wir die letzte Strecke zur S-Bahn uns ziemlich spurten. Aber in letzter Minute haben wir es geschafft. Letztendlich waren wir um 19:30 wieder bei Tanja.
Heute Abend wollten wir noch mal zum Tollwood Festival, diesmal nicht der Konzerte Wegen, sondern um an den verschiedenen Ständen zu essen. Die Hinfahrt verlief unspektakulär und ruhig. Nur, dass es auf dem Festivalgelände gespenstig ruhig war. Wir hatten nicht mehr nachgeschaut und falsche Daten im Kopf. Gestern war der letzte Tag gewesen. Und such der Bus fuhr nicht mehr, obwohl noch ein Fahrplan dort hin, der etwas anderes erzählte.
Nun gut, also zu Fuß wieder zurück (dann bekommen wir auch unsere 10.000 Schritte zusammen) und diesmal konnten wir uns auf die Führung durch eine Einheimische verlassen. Soll auch gar nicht so lange dauern. Wir hatten uns spontan für den Japaner entschieden, an dem wir auf dem Weg zur Bushaltestelle vorbeigekommen waren.
Am Festivalgelände vorbei und durch einen kleinen Weg, den ich so nie gefunden hätte. Durch eine Öffnung im Zaun und dann – standen wir vor einem Zaun, den vielleicht die Kinder überklettern hätten können, aber wir Erwachsenen nicht mehr. Gut, dass wir kurz davor noch ein paar Jugendliche dabei beobachtet hatten, wie sie durch ein selbst geschnittenes Loch im Zaun geklettert sind. Das nutzten wir nun auch, umma wieder raus zu kommen. Und standen vor einem Mehrfamilienhaus. Im Garten. Ohne Ausgang. Schon wieder eingesperrt. Gott sei Dank saßen da ein Ehepaar beim Grillen. Die konnten wir fragen und netterweise holten sie den Schlüssel und haben uns durch den TZaun gelassen. Sonst hätten wir den ganzen Weg wieder zurück gehen müssen. So konnten wir unseren Weg weiter Richtung Japaner gehen.
Da wir auf dem Weg an einem großen Biergarten vorbeikamen, fragten wir sicherheitshalber nach, ob es noch etwas zu essen gibt. Da hatte die Küche aber schon zu. War ja auch schon nach 21:00. Also weiter zum Japaner und dort hatten wir Glück. Es gab einen Tisch, die Küche hatte gerade noch auf (auch wenn uns der Kellner darum bat, nicht unbedingt Sushi zu nehmen, da die Köchin heute alleine in der Küche ist) und es war gemütlich. Es gab Reis-Bowls, Ramen und Mandus. Die Bowls waren sehr lecker, nur der Ramen war ungewöhnlich scharf. Und den hatte ausgerechnet Tamara, die gar kein scharf mag.



Ramen
Um 23:00 machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause. Die Mädels chillten noch etwas, Tanja und ich quatschten noch bei einem Glas Wein. Und dann war auch dieser Tag zuende.