Tag 3: Hamburg Teil 2 – im Rathaus, in der Schanze, auf dem Michel und Pizza am Abend

Nach dem langen Tag gestern geht es heute ein bisschen später los. Wieder beginnt der Tag mit Franzbrötchen, diesmal direkt am Jungfernstieg gekauft. Ganz frisch und sehr lecker. Wir beschließen ins Rathaus zu gehen und dort eine Führung hinter die Kulissen, also in die Regierungsräume mitzumachen. Und es gibt direkt einen Briefkasten im Rathaus, da würde sich ein Postkarteneinwurf lohnen. Nur, dass noch die Postkarte und Briefmarken fehlen. Da die nächste Führung erst in einer Stunde ist, gibt es einen kurzen Abstecher in die Mönckebergstraße. Ein dicker Regenguss begleitet uns. Wir finden im nah gelegenen Buchladen ein Buch, das unbedingt mitmuss (ja, es gibt Ausnahmen von der wir-kaufen-nichts-Regel) und eine schöne Postkarte. Aber keine Briefmarken und keinen Stift. Also die nächste Poststelle gesucht (gut versteckt in der Perle von Hamburg) und die Mädels besorgen einen Stift. Und wir schaffen es gerade rechtzeitig zur Führung zurück.

Im Rathaus gibt es diesmal eine Führung von zweien – einer wird eingearbeitet. Das merkt man dem jungen Man auch noch sehr an. Es gibt außerdem eine Veranstaltung im Rathaus, für die gerade alles eingedeckt wird und der Bürgermeister empfängt einen Gast. In alle Räume können wir also nicht rein. Trotzdem lohnt sich die Führung und vor allem den Mädels gefällt es sehr.

Nun gewinnt aber der Hunger die Oberhand und wir machen uns auf den Weg in das Schanzenviertel. Koreanisch ist angesagt. Diesmal nehmen wir den Bus und sind auch recht bald da. Ein kurzer Fußweg zur Susannenstrasse und der Koreaner, den ich am letzten Wochenende entdeckt hatte, ist gefunden. Und wir haben Glück – es ist noch Lunchtime und Bibimbab (Reis mit Pilzen bzw. veganes Hühnchen und Gemüse drauf) gibt es günstiger. Sarah nimmt ein paar Mandus (gefüllte Teigtaschen). Alles sehr lecker.

Gesättigt bummeln wir die Susannenstraße hinab. In den Laden mit den Echtleder-Taschen aus der kleinen Manufaktur müssen wir unbedingt noch mal rein. Der hatte es mir beim letzten Besuch schon angetan. Und diesmal kann ich mich sogar ganz schnell entscheiden. Ein Rucksack läuft mir quasi direkt nach. Verschicken geht nicht, also gibt es etwas Extra-Gepäck. (Und wie gut, dass ich mich für den Wanderrucksack entschieden habe. Der ist „aufrüstbar“.)

Unser nächster Programmpunkt ist der Michel, „das“ Hamburger Wahrzeichen. Mit Besichtigung des Turmes und der Krypta. Der Innenraum dieser Kirche ist einfach völlig anders, als alle anderen Kirchen, die ich kenne. Durch da viele Weiß viel Lichter und freundlicher, Türkis und Gold wirken sehr edel dazu. Die MicheApp versorgt uns mit allen.Informationen.

Für das Abendessen haben wir uns Ramen ausgesucht und wollen das in der Schanze bei Momo Ramen machen. Der Weg ist gut gefunden, nur haben wir nicht reserviert und es ist nichts frei und alle Tische zwei bis dreimal reserviert (ich hoffe für die Leute nacheinander). Also suchen wir uns etwas anderes, in der Schanze gibt es ja Auswahl genug. Wir bleiben bei Pizzeria Napoli hängen und es wird heute Abend also Pizza und Gnocchi. Die gleiche Wahl hat Herr Tschentscher gemacht, der am Nachbartisch sitzt. Die Pizza ist auch sehr groß und lecker.

Da aber für den Abend Regen angesagt ist und es auch schon sehr grau und windig ist, verwerfen wir unseren Plan in Planten un Blomen die Wasserlichtspiele zu sehen (die beginnen immer erst um 22 Uhr) und fahren etwas früher zurück ins Hostel. Eine Runde Karten rundet den Tag ab.

Tag 2: Hamburg Teil 1 – Vom Hafen bis zum König der Löwen

Der erste ganze Tag in Hamburg. Erwartungsgemäß geht es etwas später los. Das erste Ziel ist der Hafen und die Landungsbrücken. Da gibt es erstmal Franzbrötchen und Co zum Frühstück. Wir wollen eine Fleetrundfahrt machen und erfahren erstmal, dass die von Jungfernstieg aus losgehen und nicht vom Hafen aus. Wir sind also hier falsch.

So weit ist es aber nicht bis zum Jungfernstieg und so laufen wir dahin. Auf dem Alsterwanderweg entlang eines Fleets.

Ein grünes Schulschiff

Am Jungfernstieg angekommen, müssen wir uns erstmal orientieren und schauen, wo überhaupt solche Fahrten angeboten werden. Es stellt sich heraus, dass es zwei mögliche Touren gibt: Fleettouren und Kanalfahrten. Die Beschreibung der Kanalfahrt spricht uns mehr an und die nächste startet in 5 Minuten. Die Karten kann man beim Kapitän kaufen (sogar mit Karte) und los geht es. Wir haben die 2-Stunden durch den Stadtpark erwischt. Also geht es bei schönstem Sonnenwetter von der Binnen- zur Außenalster und dann in die anliegen den Kanäle. Vorbei an Hotel Atlantik, dem Fernsehturm und jede Menge Häusern und teuren Villen (alle mit Anlegestelle und Boot), dem teuersten Friseursalon von Hamburg, badenden Jugendlichen, Schrebergärten, Parkanlagen bis in den Stadtparksee. Und danach noch zum Rondeelteich. Alles unterhaltsam erläutert vom Kapitän.

Danach möchten wir uns ein weiteres Wahrzeichen Hamburgs ansehen: die Elbphilharmonie oder kurz Elphie. Also fahren wir kurz wieder zum Hafen zurück und laufen über die Jan-Fedder-Promenade zu Elphie und Speicherstadt. Die Plaza-Tickets sind einfach zu bekommen, es gibt auch keine Personenbegrenzung. Aber leider beginnt jetzt aus heiterem Himmel Sarahs Nasenbluten. Wir müssen das erstmal stillen und uns auf der Toilette wieder frisch machen. Erst dann können wir den 360-Grad-Ausblick genießen. Und alle Erläuterungen zu den umliegenden Gebäuden

Um 17 Uhr müssen wir schon am Musical-Shuttleboot-Anleger sein. Leider beginnt direkt bevor der nächste ablegt, das Nasenbluten wieder. Und sogar heftiger als zuvor. Nach 20 Minuten ist aber auch das wieder gestillt und wir können noch rechtzeitig übersetzen. Beim Eintritt muss ich das Taschenmesser abgeben, so etwas spitzes ist nicht erlaubt. Wieder was säubern und dann ist noch Zeit für eine Cola und ne Currywurst (nach Brezeln ist uns nicht so). Jetzt macht sich der große Rucksack nützlich: wir können Sarahs Rucksack sowie alle Jacken darin unterbringen und müssen nur einen Rucksack abgeben. Und dann geht es auch schon los. Direkt vor der Vorstellung beginnt erneut das Nasenbluten, diesmal aber Gott sei Dank nur ganz kurz. Und die Taschentücher und Servietten reichen noch aus.

Die Vorstellung ist grandios, wir haben alle viel Spaß. Die Musik, die aufwendigen bunten Kostüme, die gesamte Aufführung ist toll. Bilder dürfen natürlich nicht gemacht werden.

Danach ist noch Zeit den Ausblick auf Hamburg von dieser Seite aus zu genießen. Uns gefällt die Skyline besonders gut.

Eine Schulklasse hat gefeiert und noch Brötchen übrig. So bekommen wir gratis ein Abendessen. Mit fast dem letzten Shuttleboot geht es wieder zurück. Und dann wieder zurück ins Hostel. Eine Runde Karten spielen und gegen Mitternacht ist der Tag zuende.

Tag 1: Bonn – Düsseldorf – Bremen – Hamburg

So, heute geht es endlich los. Die große Deutschlandtour mit dem 9€-Ticket. Einmal rund herum in Deutschland nur mit Regionalzügen. Montagmorgen um 6:30Uhr geht es raus zum ersten Bus zum Bonner Hauptbahnhof. Der erste Zug ist ziemlich leer, wir bekommen 3 Plätze längs zum Waggon, die Koffer im Gang, der Rucksack auf dem Sitz.

Es geht los.

Der erste Zwischenstopp ist in Düsseldorf. Eine Stunde Umstiegszeit. Also ein Frühstücksbrötchen (bzw. Schokocrossaint) geholt und eine kleine Strecke in die Innenstadt gelaufen. Das bringt aber nicht viel, so dass wir relativ schnell wieder umdrehen. Dann lieber in Ruhe auf den Zug warten.

Der Zug begrüßt uns schon passend

Zug 2 nach Osnabrück ist ebenfalls die meiste Zeit nur mäßig besetzt. Bis auf das Stück zwischen Essen und Münster, da knubbelt es sich auf einmal – ein Zug davor war ausgefallen. Nur der dritte Zug von Osnabrück nach Bremen wird so richtig voll. Und leider steigen wir auch noch beim Fahrradabteil ein. Dort steht jeder direkt neben den anderen, diejenigen am Rand können sich auf den kleinen Absatz setzen. Oder auf die Koffer. Das hat dann ein wenig was von Viehtransport. Aber alle nehmen es gelassen und die Fahrt ist ja auch nicht so lange. Aber wir lernen daraus – wenn stehen, dann bitte nicht im Fahrradabteil.

Es ist schon 13 Uhr und wir schließen erstmal die Koffer in Schließfächer am Bahnhof ein. Und machen uns sofort auf den Weg nach Fischbrötchen. Und ja Google Maps findet auch Einträge zu „Fischbrötchen“. Da werden dann die Rezessionen und Speisekarten der verzeichneten Restaurants etc. durchsucht. Da ich einen Besuch bei Nordsee nur im Notfall zustimme, werden wir dann bei Gosch fündig. Der Fisch ist gut, die Brötchen dröge. Das Mittagessen gerettet.

So gestärkt geht es dann daran die Bremer Innenstadt zu erkunden.

Na klar, die Bremer Stadtmusikanten dürfen nicht fehlen.

Der Bleikeller ist nur am Wochenende geöffnet, so dass wir leider keine Mumien sehen können. Also machen wir uns direkt auf den Weg in den Schnoor.

Der Roland

Im Teestübchen gibt es Tee und selbst gebackene Scones mit echter britischer Clotted Creme, yummy. So gestärkt geht es dann wieder zum Bahnhof zurück. Wir wollen ja noch weiter nach Hamburg. Das Gepäck ist schnell geholt, der Zug leider nicht pünktlich. Dafür bekommen wir diesmal sogar einen Vierersitz mit Tisch und es gibt eine Möglichkeit das Gepäck zu verstauen. Wir können das neu gekaufte Kartenspiel direkt ausprobieren. Leider kommt zu der Anfangsverzögerung noch ein technischer Defekt („Die hat keine Lust mehr mitzuarbeiten“ – die Durchsagen sind manchmal schon lustig im Zug) und so verlängert sich die Fahrtzeit auf zwei Stunden. Aber dann haben wir um 18 Uhr Hamburg erreicht.

Jetzt nur noch nach Altona ins Hostel/ Hotel. Das Zimmer ist gefühlt riesig für ein Hostelzimmer. Drei einzelne Betten und ein Sofa, getrennt Dusche und Toilette, na ja, war ja auch nicht ganz günstig. Sarah ist müde, bleibt auf dem Zimmer und schläft eine Runde. Tamara und ich machen uns auf den Weg zum Altonaer Hafen. Fischbrötchen sind wieder angesagt.

Lecker Fisch

Im Fischbeisl werden wir fündig und es gibt nicht nur Brötchen zum mitnehmen sondern leckere Tellergerichte. Der Matjes ist super zart, Hamburger Pannfisch und Backfisch wirklich frisch und lecker. Und nach einem Abschluss-Fischbrötchen ist Tamara auch endlich satt.

Nach einem Spaziergang am Kai entlang, schlendern wir wieder zurück ins Hostelzimmer. Sarah bekommt ihr Fischbrötchen, noch eine Runde Karten und der erste Tag ist vorbei.