Heute steht die Abreise von München an. Zusätzlich ist für heute der heißeste Tag des Jahres vorhergesagt. Aber zunächst heißt es Koffer packen. Nach der kurzen Nacht tut der Tee gut und wir frühstücken noch einmal alle zusammen. Und dann muss alles doch ganz schnell gehen, weil wir uns wieder etwas verquatscht haben. Danke Tanja für den schönen Aufenthalt.
Aber wir schaffen es, zu der angepeilten Zeit aufzubrechen. Nur der Münchner Hauptbahnhof stellt uns noch vor einige Schwierigkeiten, da wir zunächst nicht die richtigen Schilder zur DB finden. Dazu sind es zu viele verschiedene Ebenen und Wege. Also kurzerhand einen Mitarbeiter gefragt und dann ging es bis ans Ende des Gleises der S-Bahn, die Treppe hoch, rechts, bis ans Ende der Ebene, links, die Treppe hoch und wieder links. Und geschafft: das sind die Gleise der DB und wir kommen netterweise auch ganz in der Nähe des von uns benötigten Gleis 28 aus. Nur steht da ein falscher Zug. Dachten wir. Das gilt nur für den ersten Teil. Hier werden ganz häufig mehrere ( ich habe bis zu drei verschiedene gesehen) Züge aneinander gehängt, die dann irgendwo geteilt werden. Nachdem wir also weiterlaufen und noch einen Mitarbeiter fragen, kommen wir zum richtigen Abschnitt bzw. Zug. Und finden direkt einen schönen Vierertisch. Und hier gibt es sogar richtig große Ablagen für die Koffer und den Rucksack. Und einen Schaffner, der alles im Griff hat. Perfekt. Pünktlich geht es los nach Lindau.
Die Fahrt verläuft sehr ruhig und entspannt. Ich kann auch online die Fährkarten buchen. Um halb eins sind wir in Lindau und haben sogar noch eine halbe Stunde bis die Fähre ablegt. Zeit genug, um kurz in einem Café am Hafen einen Kuchen und eine Portion Pommes zu essen. Da zahlt man aber auch die Lage mit. Lindau macht einen sehr schönen Eindruck, sollten wir uns auch einmal näher anschauen.
Zum Schluss wird doch noch knapp und so hetzen wir zum Anleger. Eine Durchsage kommt und ich höre, dass die Fähre am Pier 2 ablegt. Geschafft, an Board und kurz nachgefragt, ob das auch did Fähre nach Konstanz ist – anscheinend gibt es hier mehrere – und richtig, wir sind falsch. Diese fährt nach Bregenz. Also wieder runter, bei der Schlange an Pier 3 abgestellt und da kommt auch schon unsere Fähre. Wir bekommen einen Tisch auf dem oberen Deck und die Mädels können in den nächsten drei Stunden ihre Serien weiter schauen. Ich genieße die Fahrt auf dem Bodensee. Es war die richtige Entscheidung die längere Bootsfahrt statt der längeren Bahnfahrt zu nehmen. Das Wetter ist fantastisch und wir steuern jeden einzelnen Ort zwischen Lindau und Meersburg am Bodensee an. Kein Wunder, dass hier so viele Urlaub machen, ein Ort scheint netter als der nächste zu sein. Zumindest vom Wasser aus. Dazu kann man segeln, wandern und viele sind mit dem Fahrrad unterwegs.

Lindau 
die Alpen 
Bodensee und Berge 


Wasserburg 
Wasserburg 
Wasserburg 

Kressborn 



Friedrichshafen 
Friedrichshafen 

Meersburg 
Meersburg 
Meersburg 
Konstanz 

Bodensee-Türkis 
Konstanz 
Der Hafen von Konstanz mit Imperia
Schließlich kommen wir in Konstanz an. Zu Fuß geht es zum Hotel, das diesmal in der Altstadt liegt. Wenn es nicht das Angebot auf Booking.com gegeben hätte, hätte ich es sicher nicht gewählt, da zu teuer für das Reisebudget. Und da ich die Diskussion um das Angebot noch gewonnen habe und der Rabattpreis gilt, sind wir jetzt sehr neugierig, wie toll so ein teures Zimmer nun wirklich ist.
Konstanz begrüßt uns schon sehr quirlig. Es hat eindeutig „Italian vibes“ wie es Tamara so schön ausdrückt. Der Weg zum Hotel ist schnell gefunden. leider habe ich doch vergessen ein Bild vom Zimmer zu machen. Vorweggenommen: so viel besser als die anderen Zimmer war es nicht. Sogar kleiner als manch anderes. Aber sauber, mit gutem Bad und es wurde sogar morgens das Zimmer aufgeräumt (sehr zum Befremden von Sarah, die so dekorativ ihre Sachen über den Boden verteilt hatte und gefaltete Blusen vorfand. Das war ihr dann doch peinlich.) Man zahlt die Lage (und die Geschichte des Hauses). Aber von außen sieht es toll aus. Der Empfangschef ist ein bisschen dösig oder es liegt an der Hitze.

Graf Zeppelin – unser Hotel 


Nach einer Pause bummeln wir durch Konstanz und finden als erstes eine tolle Eisdiele. An die teuren Eispreise (bis 1,70€ pro Kugel) haben wir uns ja schon gewöhnt. Vernünftigerweise nehmen wir nur eine Kugel, mehr würde schnell schmelzen. Und das zweite Mal stolpere ich direkt über einen kleinen Stoffladen. Erst das Eis aufessen und dann noch einen kurzen Blick rein. Es ist 5 vor 6 und auch hier sind die Schließzeiten 18:00Uhr. Und die Auswahl ist wirklich grandios. Und nur Stoffe, die ich nirgends anders gesehen habe. Und die schicken sogar Pakete. Also schon mal notiert: morgen früh muss ich hier noch einmal rein.


Graffiti in der Unterführung zum Hafen 


Graffiti in der Unterführung
Jetzt geht es erstmal weiter durch die Stadt und Richtung Hafen. Wir haben langsam etwas Hunger.

Alte Hafenuhr 

Yachthafen
Am Hafen werden wir schnell fündig, der Ausblick ist toll. Die Bedienung und das Essen leider nur mittelmäßig bis schlecht. Immerhin können die Mädels die gewünschten Gerichte (Käsespätzle und Knödel) bekommen. Aber ok, morgen auf jeden Fall woanders. (Das Lokal war „Step 4“, als Warnung für die Zukunft ). Und ich habe mit Tamara eine kurze Diskussion über Trinkgeld. Ja, da wäre keins sicher angemessen gewesen.
Gesättigt bummeln wir am Hafen weiter. Historische Gebäude, moderne Einrichtungen, entspannte Menschen, Musik im Hintergrund, das „Meer“ daneben, hier läßt es sich leben. Was ich auch dazu gelernt habe: die Imperia dreht sich die ganze Zeit.

Das Konzil 
Graf Zeppelin 
Aktion des Marketing-Büros von Konstanz 
Imperia 
Imperia 

Hafenausfahrt
Im Stadtpark (direkt neben dem Hafen) wird Livemusik gespielt. Es dauert eine Weile bis wir herausgefunden haben, dass es das Jubiläumskonzert eines Musikvereins in der Konzertmuschel ist. Sehr schön. Die Mädels müssen nur dringend auf die Toilette und machen sich auf den Weg zum Hotel. Dann können sie etwas chillen und sich vom heißen Tag erholen. Ich bleibe im Stadtgarten.
Am Ufer des Bodensees ist Abendstimmung. Ein Hund jagt Stöckchen im Wasser, Gäste und Einheimische flanieren am Ufer und neben mir sprintet immer ein Mädel ganz schnell zur Parkbank und setzt sich dekorativ hin. Merkwürdiges Verhalten. Beim Weggehen sehe ich allerdings die Kamera mit Zeitauslöser und kann das Verhalten nun einordnen. Und dann stellt sich auch noch heraus, dass es sich um Miriam handelt, die lange Zeit als Studentin für Katharina im Museum gearbeitet hat und jetzt auch hier Urlaub macht. So klein ist doch die Welt.
Ich schlendere weiter durch die Stadt und hole mir noch ein Eis. André Eisdiele, gut, aber nicht so gut wie die andere. Eisdielen gibt es hier wirklich viele.


Kaiserbrunnen 





Ein Apotheker, der aufklärt 

Münster bei Nacht
Den Abschluss des Tages macht ein Glas Wein in einem schönen Hinterhof. Dann geht es auch mich zurück zum Hotel. Sarah hat geduscht und beide sind noch wach. Die Nacht wird allerdings heiß und laut. Altstadtlage halt. Und ein Ventilator.









