So, heute geht es endlich los. Die große Deutschlandtour mit dem 9€-Ticket. Einmal rund herum in Deutschland nur mit Regionalzügen. Montagmorgen um 6:30Uhr geht es raus zum ersten Bus zum Bonner Hauptbahnhof. Der erste Zug ist ziemlich leer, wir bekommen 3 Plätze längs zum Waggon, die Koffer im Gang, der Rucksack auf dem Sitz.

Der erste Zwischenstopp ist in Düsseldorf. Eine Stunde Umstiegszeit. Also ein Frühstücksbrötchen (bzw. Schokocrossaint) geholt und eine kleine Strecke in die Innenstadt gelaufen. Das bringt aber nicht viel, so dass wir relativ schnell wieder umdrehen. Dann lieber in Ruhe auf den Zug warten.


Zug 2 nach Osnabrück ist ebenfalls die meiste Zeit nur mäßig besetzt. Bis auf das Stück zwischen Essen und Münster, da knubbelt es sich auf einmal – ein Zug davor war ausgefallen. Nur der dritte Zug von Osnabrück nach Bremen wird so richtig voll. Und leider steigen wir auch noch beim Fahrradabteil ein. Dort steht jeder direkt neben den anderen, diejenigen am Rand können sich auf den kleinen Absatz setzen. Oder auf die Koffer. Das hat dann ein wenig was von Viehtransport. Aber alle nehmen es gelassen und die Fahrt ist ja auch nicht so lange. Aber wir lernen daraus – wenn stehen, dann bitte nicht im Fahrradabteil.
Es ist schon 13 Uhr und wir schließen erstmal die Koffer in Schließfächer am Bahnhof ein. Und machen uns sofort auf den Weg nach Fischbrötchen. Und ja Google Maps findet auch Einträge zu „Fischbrötchen“. Da werden dann die Rezessionen und Speisekarten der verzeichneten Restaurants etc. durchsucht. Da ich einen Besuch bei Nordsee nur im Notfall zustimme, werden wir dann bei Gosch fündig. Der Fisch ist gut, die Brötchen dröge. Das Mittagessen gerettet.
So gestärkt geht es dann daran die Bremer Innenstadt zu erkunden.

Der Bleikeller ist nur am Wochenende geöffnet, so dass wir leider keine Mumien sehen können. Also machen wir uns direkt auf den Weg in den Schnoor.

Im Teestübchen gibt es Tee und selbst gebackene Scones mit echter britischer Clotted Creme, yummy. So gestärkt geht es dann wieder zum Bahnhof zurück. Wir wollen ja noch weiter nach Hamburg. Das Gepäck ist schnell geholt, der Zug leider nicht pünktlich. Dafür bekommen wir diesmal sogar einen Vierersitz mit Tisch und es gibt eine Möglichkeit das Gepäck zu verstauen. Wir können das neu gekaufte Kartenspiel direkt ausprobieren. Leider kommt zu der Anfangsverzögerung noch ein technischer Defekt („Die hat keine Lust mehr mitzuarbeiten“ – die Durchsagen sind manchmal schon lustig im Zug) und so verlängert sich die Fahrtzeit auf zwei Stunden. Aber dann haben wir um 18 Uhr Hamburg erreicht.
Jetzt nur noch nach Altona ins Hostel/ Hotel. Das Zimmer ist gefühlt riesig für ein Hostelzimmer. Drei einzelne Betten und ein Sofa, getrennt Dusche und Toilette, na ja, war ja auch nicht ganz günstig. Sarah ist müde, bleibt auf dem Zimmer und schläft eine Runde. Tamara und ich machen uns auf den Weg zum Altonaer Hafen. Fischbrötchen sind wieder angesagt.

Im Fischbeisl werden wir fündig und es gibt nicht nur Brötchen zum mitnehmen sondern leckere Tellergerichte. Der Matjes ist super zart, Hamburger Pannfisch und Backfisch wirklich frisch und lecker. Und nach einem Abschluss-Fischbrötchen ist Tamara auch endlich satt.
Nach einem Spaziergang am Kai entlang, schlendern wir wieder zurück ins Hostelzimmer. Sarah bekommt ihr Fischbrötchen, noch eine Runde Karten und der erste Tag ist vorbei.











