Nach dem langen Tag gestern geht es heute ein bisschen später los. Wieder beginnt der Tag mit Franzbrötchen, diesmal direkt am Jungfernstieg gekauft. Ganz frisch und sehr lecker. Wir beschließen ins Rathaus zu gehen und dort eine Führung hinter die Kulissen, also in die Regierungsräume mitzumachen. Und es gibt direkt einen Briefkasten im Rathaus, da würde sich ein Postkarteneinwurf lohnen. Nur, dass noch die Postkarte und Briefmarken fehlen. Da die nächste Führung erst in einer Stunde ist, gibt es einen kurzen Abstecher in die Mönckebergstraße. Ein dicker Regenguss begleitet uns. Wir finden im nah gelegenen Buchladen ein Buch, das unbedingt mitmuss (ja, es gibt Ausnahmen von der wir-kaufen-nichts-Regel) und eine schöne Postkarte. Aber keine Briefmarken und keinen Stift. Also die nächste Poststelle gesucht (gut versteckt in der Perle von Hamburg) und die Mädels besorgen einen Stift. Und wir schaffen es gerade rechtzeitig zur Führung zurück.
Im Rathaus gibt es diesmal eine Führung von zweien – einer wird eingearbeitet. Das merkt man dem jungen Man auch noch sehr an. Es gibt außerdem eine Veranstaltung im Rathaus, für die gerade alles eingedeckt wird und der Bürgermeister empfängt einen Gast. In alle Räume können wir also nicht rein. Trotzdem lohnt sich die Führung und vor allem den Mädels gefällt es sehr.

Die Decke im Bürgerschaftswahl-Treppenhaus 

Der Hamburger Plenarsaal 
Tapete aus Filz 
Einer der vier noch nie benutzten Kamine 
Tür im Senatsbereich 
Decke im Kaiser Wilhelm-Saal 
Einer der schönsten Kronleuchter 
Kamin – noch nie genutzt (es gibt Elektrizität im Haus) 
Rindsledertapete – die größte zusammenhängende in Europa 
Tür im Senatsbereich 
Der alte Silberschatz – im Feuer von 1842 verschmort 
Der große Festsaal 
Kronleuchter (1,5t schwer)
Nun gewinnt aber der Hunger die Oberhand und wir machen uns auf den Weg in das Schanzenviertel. Koreanisch ist angesagt. Diesmal nehmen wir den Bus und sind auch recht bald da. Ein kurzer Fußweg zur Susannenstrasse und der Koreaner, den ich am letzten Wochenende entdeckt hatte, ist gefunden. Und wir haben Glück – es ist noch Lunchtime und Bibimbab (Reis mit Pilzen bzw. veganes Hühnchen und Gemüse drauf) gibt es günstiger. Sarah nimmt ein paar Mandus (gefüllte Teigtaschen). Alles sehr lecker.

Bibimbap 
Mandu
Gesättigt bummeln wir die Susannenstraße hinab. In den Laden mit den Echtleder-Taschen aus der kleinen Manufaktur müssen wir unbedingt noch mal rein. Der hatte es mir beim letzten Besuch schon angetan. Und diesmal kann ich mich sogar ganz schnell entscheiden. Ein Rucksack läuft mir quasi direkt nach. Verschicken geht nicht, also gibt es etwas Extra-Gepäck. (Und wie gut, dass ich mich für den Wanderrucksack entschieden habe. Der ist „aufrüstbar“.)
Unser nächster Programmpunkt ist der Michel, „das“ Hamburger Wahrzeichen. Mit Besichtigung des Turmes und der Krypta. Der Innenraum dieser Kirche ist einfach völlig anders, als alle anderen Kirchen, die ich kenne. Durch da viele Weiß viel Lichter und freundlicher, Türkis und Gold wirken sehr edel dazu. Die MicheApp versorgt uns mit allen.Informationen.

Kanzel im Michel 
Altar 
Das Uhrwerk 
Früher die ausschlaggebende Unr 
Blick vom Michel zur Elbe 
Der Hamburger Michel
Für das Abendessen haben wir uns Ramen ausgesucht und wollen das in der Schanze bei Momo Ramen machen. Der Weg ist gut gefunden, nur haben wir nicht reserviert und es ist nichts frei und alle Tische zwei bis dreimal reserviert (ich hoffe für die Leute nacheinander). Also suchen wir uns etwas anderes, in der Schanze gibt es ja Auswahl genug. Wir bleiben bei Pizzeria Napoli hängen und es wird heute Abend also Pizza und Gnocchi. Die gleiche Wahl hat Herr Tschentscher gemacht, der am Nachbartisch sitzt. Die Pizza ist auch sehr groß und lecker.
Da aber für den Abend Regen angesagt ist und es auch schon sehr grau und windig ist, verwerfen wir unseren Plan in Planten un Blomen die Wasserlichtspiele zu sehen (die beginnen immer erst um 22 Uhr) und fahren etwas früher zurück ins Hostel. Eine Runde Karten rundet den Tag ab.