Heute geht es weiter nach Berlin. Frühstück ist in Bäckerei schnell geholt, die Mädels packen. Aus irgendeinem blöden Grund entscheiden wir uns den Bus später zu nehmen. Der kommt zwar pünktlich, hält aber an einer Bushaltestelle länger. Und so wird es echt knapp mit dem Zug nach Berlin. 2 Minuten bleiben uns für den Weg zwischen Bushaltestelle und Gleis, die Füße in die Hand genommen (und den Koffer von Sarah) und völlig außer Atem und durchgeschwitzt erreichen wir den Zug. Aber wir erreichen ihn und bekommen sogar einen Sitzplatz und Platz für das Gepäck. Der nächste Zug wäre erst 2 Stunden später gefahren. Nochmal Glück gehabt, aber so knapp sollte man auch nicht planen.
Die Zugfahrt (3 Stunden am Stück) wird sehr entspannt. Wir haben eine sehr nette Zugbegleiterin, it der wir etwas quatschen und die den doch recht vollen Zug sehr gelassen nimmt. Immer freundlich und nett, weißt sie alle auf die Maskenpflicht und den Nicht-Anspruch der Fahrradmitnahme hin. Wir sind schon froh am Anfang eingestiegen zu sein und Sitzplätze zu haben. Wobei durchgehen wäre au h eine Option, die die wenigsten nutzen. Wir schreiben, lesen, hören Hörspiele und spielen Karten. Und schon sind wir in Berlin.
Noch können wir nicht einchecken, also gönnen wir uns erstmal ein Mittagessen. Diesmal wird es Streetfood am Alex mit Blick auf den Funkturm. Und Livemusik. Das Knoblauchbrot mit Tomaten und Feta ist sehr lecker, Sarah bekommt endlich ihren Crêpe. Gestärkt geht es weiter zum Hostel.
Da müssen Noir uns aber erstmal gedulden. Die Rezeption arbeitet alles andere als zügig, in einer halben Stunde können sie zu zweit gerade mal 3 kleinere Gruppen (2-3 Leute) einchecken. Und der mehrfach angepriesene Self-Check-In entpuppt sich als Steckdose. Die Schilder führen einfach ins Leere. Die Mädels werden langsam ungeduldig, dann sind wir endlich dran. Und es spricht nicht einer deutsch. Nur englisch. Ok. Als Hostelmitarbeiter sollte man natürlich auch englisch können, aber in einem deutschen Hostel würde ich zumindest auch deutsch erwarten. Das zieht sich aber dann durch den ganzen Tag. Nur englischsprachige Mitarbeiter überall, in allen Läden. Auch im weiteren Verlauf sind wir nicht begeistert vom Hostel. Zwar ein großes Zimmer, aber es wirkt schäbig. Die Betten sind aus dicken Metallstangen und Spanplatten aufgebaut, das Bad winzig (umdrehen ist schon schwierig), jede Kleinigkeit (Schränke, Handtücher, etc.) zahlt man extra. Im Vergleich zu dem in Hamburg (bei gleichem Preis pro Zimmer) gibt es hier deutlich weniger. Für uns stimmt das Preis-Leistung-Verhältnis nicht. Jetzt bleiben wir, klar, aber sicher nicht noch einmal bei der Kette ein Zimmer buchen.
Die Endhaltestelle der Straßenbahn (heißt das hier so? Die Linien sind mit M gekennzeichnet) sind die Hackesche Märkte. Also fahren wir spontan da hin. Ein Bummel durch die Hinterhöfe und Geschäfte, ein bisschen leichtes Souvenir darf auch mit und der Nachmittag ist schon wieder um. Ein Kaffee noch und wir machen uns auf die Suche nach einem Lokal zum Abendessen. Die Wahl ist wieder auf asiatisch gefallen, diesmal soll es wieder koreanisch werden. Auf dem Weg zum herausgesuchten YamYam bleibt noch Zeit für einen netten kleinen Buchladen.
Tamara kürt das Restaurant schnell zu ihrem Lieblingsladen. Das Essenist wirklich lecker und die Bedienung freundlich. Und es gibt für jede etwas. Von Mandus bis zu Popcorn-Eis, sehr exotisch und sehr lecker.


Basilikum-Eis mit Rote-Bohnen-Sauce
Danach machen wir uns noch ein bisschen zu Fuß auf den Weg zum Brandenburger Tor. Morgen soll eine große „Ravedemo“ in der Innenstadt sein. Als Love Parade legt dr. Motte auf und es werden 25.000 Technofans erwartet. Normales Touristenprogramm ist da nicht möglich. Also geht es jetzt zu Fuß dahin und wir sehen uns auf dem Weg schon verschiedene Berliner Sehenswürdigkeiten an.

Berliner Dom 
Alte Nationalgalerie 



Und durch die Abendstunde und das schöne Licht, macht es nochmal mehr Spaß. Berliner Dom, Museumsinsel, Oper, unter den Linden und zum Schluss das Brandenburger Tor. Sehr schön das ganze und sehr entspannt.
Wir bleiben eine ganze Weile am Brandenburger Tor und darum. Dann geht es wieder zurück ins Hostel. Um Mitternacht sind wir wieder da.














