Tag 10: Dresden – Bamberg – Der Goldene Reiter, das Grüne Gewölbe und Schäufälä

Heute geht es wieder weiter. Das Apartment wird aufgeräumt verlassen und wir bringen das Gepäck zum Bahnhof.

Vor dem Grünen Gewölbe wollen wir uns noch den Goldenen Reiter sehen. Da kommen wir vom Bahnhof aus, am besten mit der Straßenbahn hin. Und dann noch ein Spaziergang am Elbufer. Der Reiter ist wirklich mit Blattgold vergoldet ( wollte ich ja nicht glauben) und zeigt August den II. (August der Starke, Kurfürst von Sachsen und König von Polen) auf einen levadierenden Pferd. Laut einer Stadtführerin ist genau das das besondere bei dem Standbild. Normalerweise sind immer alle vier Hufe auf der Erde.

Auf dieser Seite der Elbe gibt es einiges an „Baum“Kunst im Barocken Viertel zu sehen. ob das nur eine Sommeraktion ist oder länger dort hängt, können wir nicht in Erfahrung bringen. Sieht aber lustig aus. Dazwischen sind überall Tafeln, auf denen die Auftritte verschiedener Künstler angesagt werden.


Dann machen wir uns auf den Weg ins Residenzschloss Da es heute heiß zu werden scheint, ist es auch ganz gut, wenn wir über Mittag in klimatisierten Räumen sind.

Vorher kommen wir noch am berühmten Fürstenzug vorbei. Die Namen der Fürsten sind einfach zu köstlich. Vielleicht schaffe ich es, die Bilder zu einem Panorama zusammen zu setzen.

Im Residenzschloss sind mehrere Sammlungen untergebracht. Ins
Neues Grünes Gewölbe können wir so ohne Zeitbeschränkung und auch vor dem gebuchten Zeitslot rein. Der gilt nur für das
Historisches Grünes Gewölbe. Aber erstmal müssen wir auch die Bauchtasche einschließen, um dann für den Audioguide wieder einen Ausweis herauszuholen. Aber letztendlich haben wir alle drei einen Audioguide und können uns die Kunstwerke geführt ansehen. Da sind schon skurrile Werke dabei. Und viel mit Naturmaterialien.

Ins Historischen Grünen Gewölbe kommt man nur durch eine Sicherheitsschleuse, nach doppelter Kontrolle und extra Check. Und es gibt andere Audioguide, die gerade geholten, müssen wir wieder einschließen. Und wir dürfen natürlich keine Fotos machen. Die Pracht der ausgestellten Stücke ist enorm. Alles ohne Glas davor, nur im Juwelenzimmer sind die Juwelen hinter Glas. Nach den 8 Räumen sind wir alle erschlagen und haben keine Aufnahmefähigkeit mehr für die anderen Räume im Residenzschloss. So geht es kurz ein Brötchen holen und dann zum Zug nach Bamberg.

Der Zug wird wirklich voll. Da Sarah am Anfang so zum Zug gespurtet ist, sind wir noch vor zwei Schulklassen drin und bekommen sogar Sitzplätze. Die sind tatsächlich sehr rar in dem Zug. Und noch nicht malin Berlin habe ich so viele Leute gesehen, die keine Maske tragen. Die Fahrt ist recht anstrengend und wir sind froh, endlich in Hof anzukommen. Mit ein wenig Glück wartet der Anschlusszug auf uns und wir können direkt weiterfahren nach Bamberg. Der Zug besteht nur aus einem Wagen, wir bekommen aber dennoch einen Vierersitz.

Unsere Unterkunft in Bamberg – ein kleines Haus mit Garten – ist schnell gefunden. Die liegt in der Nähe des Bahnhofs, ist aber sehr ruhig. Und der Vermieter wartet schon auf uns zur Schlüsselübergabe und Bezahlung. Und wir bekommen sehr viele Tipps , was wir uns ansehen können und wo wir essen können. Da wir ziemlichen Hunger haben, machen wir uns direkt auf den Weg ins Brauhaus Sternla. Dort gibt es fränkische Küche und so können wir Schäufälä und Schnitzel essen. Sehr lecker. Und wir unterhalten uns sehr nett mit ein Paar Österreicher, die ein paar deutsche Städte (u.a. Köln und Münster (wegen des Börne und Thiel)) besuchen. Eine Runde Karten und es geht zurück ins Haus. Diesmal bekommen wir auch den Bus. Den Blutmond kann ich leider nur über dem Bahnhof fotografieren.