Wie immer bin ich vor den Mädels wach. Und wir hatten auch abgesprochen, dass ich mich heute früher alleine auf den Weg mache und schön Stoff shoppen kann, die Mädels ausschlafen und duschen und dann treffen wir uns später. Also kann ich mich schon morgens – bei etwas geringeren Temperaturen als gestern – auf durch die Fußgängerzone machen. Hier haben ganz viele Häuser einen Namen und sind bemalt. Kleine und große Geschäfte sind in den alten Häusern untergebracht, man hört viele verschiedene Sprachen um einen herum. Kein Wunder, das Konstanz so beliebt ist. Man hat von allem etwas, mit südländischen Flair gepaart, richtig schön.
Bis 11 Uhr „muss“ ich durch die Stadt bummeln, erst dann macht der Stoffladen auf. Das Kappi im Hutladen nehme ich nicht mit. Sie ist zwar schön, aber 170€ sind mir für eine Mütze dann doch zu viel Geld, auch wenn sie in Italien gefertigt wurde. Vielleicht näh ich mir den Stil noch nach.
Nun hat auch der Stoffladen auf und ich muss mich erstmal entscheiden. Und das fällt mir hier wirklich schwer. es gibt viele schöne Stoffe, die ich sonst noch nirgendwo gesehen habe. Lustigerweise ist auch hier ein Ehepaar aus Bonn als weitere Kunden vor Ort. Iran Ende entschließe ich mich, den Stoff doch nicht schicken zu lassen, sondern ihn selber zu tragen. Sollte auch gehen, nachdem das Gepäck ja schon kleiner geworden ist.
Jetzt bringe ich ihn aber erstmal ins Hotel. Tamara schickte schon die Nachricht, dass sie bald fertig ist und der vereinbarte Treffpunkt (die Eisdiele) hat noch zu. Und ich muss den Stoff nicht den ganzen Tag tragen. Also die Mädels im Hotel eingesammelt und dann zusammen durch die Stadt bummeln. Sie haben ja noch nicht die schönen Häuser gesehen.


In einer Seitenstraße- ein Automat für Hofwaren (Obst, Gemüsetüten, etc.) 


Blättlein-Brunnen 
Die Eisdiele hat nun doch auf und wir können weitere Sorten probieren. Durch kleine Passagen und Seitenstraßen, an vielen kleine Geschäften vorbei. Leider hatte der Olivenholzladen eine zu große Anziehungskraft. Und plötzlich stehen wir vor einem Sushi-Schild. Das wäre es jetzt zum Mittagessen. Also rein. Der Laden sieht auch sehr gemütlich aus, nur gar nicht asiatisch. Es stellt sich heraus, dass wir das falsche Restaurant betreten haben und beim Mexikaner gelandet sind. Aber der Japaner hat Urlaub und hier ist es nett, also gibt es heute lateinamerikanisch. Enchiladas, Tacos und Arepas, dazu selbst gemachte Limonade. Alles sehr lecker, nur für Tamara wieder etwas zu scharf.
Es geht weiter, wir können jetzt in die kleine Buchhandlung rein, die nun auf hat. Tamara kann endlich eines der Bücher kaufen (na ja, kaufen lassen), das sie unbedingt wollte. Auch sie hat wieder Platz im Koffer.
Nun fehlt uns noch der Münster. Auf dem Weg dahin, gibt es noch ein Eis (nein, wir sind nicht eissüchtig, aber es ist echt lecker) und dann muss das ja auch erstmal aufgeschleckt werden.
Langsam zieht sich der Himmel doch zu, noch fallen aber nur ein paar Tropfen. Wir können noch ein paar Minuten mehr bummeln und ein kleiner Abstecher in das Spielegeschäft) ist auch noch drin, spielen aber schon mit dem Gedanken heute ein frühes Abendessen einzulegen. Und italienisch ist gewünscht, das passt zu den Vibes.
Aber bevor es richtig losgeht, spazieren wir noch auf die andere Seite von Konstanz. Über die Brücke über den Rhein (auf einem kleinen Stück zwischen Obersee und Untersee ist es der Rhein).
Auf der anderen Seite ist nämlich noch die Seestrasse. Und deren Häuser sind auch sehr sehenswert. Und wir können mal die Füße in den Bodensee stecken. Baden ist ohne Badesachen nicht drin, aber immerhin.
Dann zieht es sich aber richtig zu und wir laufen wieder zurück.
Und als der Regen richtig einsetzt, sind wir auch gerade vor dem ausgesuchten Restaurant Pastis.
Die müssen nur erstmal alle Gäste von der Terrasse versorgen (es schüttet spontan) und dann bekommen wir auch einen Tisch. Einfache, aber gute italienische Küche in einem urigen Keller. Es gibt Brotsalat, Pasta mit Tomatensoße und Penne Carbonara.
Und Sarah bestellt sich eine Tomatensoße, die sogar Tamara schmeckt. Und das will was heißen, da sie sonst maximal Bolognese mit Tomaten mag. Ich kann zum Schluss noch das Rezept bei der Wirtin ergattern: das Geheimnis sind nur wenige Zutaten und laaaange köcheln lassen.
Tomatensoße a la Pastis: Zwiebeln braun anrösten, dazu geschälte Tomaten und Basilikum. Kein Wasser oder Tomatenmark dazu. Mindestens 2 Stunden köcheln lassen. [Im Haushalt mit einer kleineren Menge könnten auch 45 Minuten ausreichen. Schätzt die Wirtin.] Dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig.
Der Regenguss ist vorbei, der nächste soll bald kommen. Wir schlendern zum Hotel zurück und verbringen den Abend ruhig mit lesen, spielen und chillen. Am Abend und in der Nacht regnet es noch viel.






























































