Tag 7: Berlin: Frühstück bei Frau Honig – Reichstag und Goldelse

Es ist Sonntagmorgen und Sarah ist wieder ausgeschlafen. Tamara aber nicht, da sie bis 4 Uhr nicht schlafen konnte. So machen sich diesmal nur Sarah und ich auf den Weg, nett zu frühstücken. Diesmal hatte ich ein kleines Café “Frau Honig“ , nicht soweit entfernt, herausgesucht. Nach 20 Minuten sind wir auch schon da und bekommen den letzten freien Tisch mit drei Sesseln. Hier gibt es bis zum Abend verschiedene Frühstücksvariationen und wir wählen diesmal Kanada und teilen es. So bekommt Sarah den süßen Teil (die Pancakes mit Nutella und ich den herzhaften Teil. Milch und Milchkaffee runden das Frühstück ab. Und jetzt lernt auch Sarah das neue Kartenspiel aus Bremen (CaBo) kennen und spielt mit. Da die Zeit fortgeschritten ist und wir noch Karten für die Reichstagskuppel haben, wecke ich Tamara schließlich doch und sie kommt nach. Der Uhrzeit und ihrem Hunger entsprechend, gibt es für sie Lasagne. Auch sehr lecker.

Es wird höchste Zeit zum Reichstags aufzubrechen. Wir haben Glück und die U2 geht direkt in der Nähe und hält am Bundestag. Und so sind wir genau pünktlich zum Sicherheitscheck. Wie beim Fliegen wird alles durchleuchtet, Taschen und Metallgegenstände separat. Personalausweis und Bestätigung, dass man einen Platz hat, wird überprüft und dann geht es in kleineren Gruppen rein. Erstmal in eine Sicherheitschleuse, wenn die ganze Gruppedrin ist, ganz in den Reichstag. Noch geführt in den Aufzug und man ist am Fuße der Kuppel . Hier kann man sich einen Audioguide ausleihen (wir nehmen doch dreimal für Erwachsene) und dann darf man auch schon die Rampe zur Spitze erklimmen. An bestimmten Stellen meldet sich die nette Stimme aus dem Audioguide und erklärt die Kuppel und die umliegenden Gebäude. So kommt man Stück für Stück höher. Es ist aber gut, dass wir auch zusätzlich den Plan mitgenommen haben, manchmal braucht man etwas länger bis man die entsprechenden Gebäude gefunden hat. Ein beeindruckendes Bauwerk. Unbedingt sehenswert. Am Fuße der Kuppel gibt es noch zusätzlich eine Ausstellung der Entwicklung Deutschlands von 1880 bis heute. Aber nach einer weiteren halben Stunde haben wir alle genug Erklärungen und Geschichte intus (es ist ja schon halb fünf inzwischen) und machen uns auf den Weg zur Goldelse.

Dazu laufen wir gemütlich durch den Tiergarten. Das Wetter ist schön, einige Sonntagsspaziergänger unterwegs, überall sieht man noch die Reste (Müll und zerbrochene Flaschen) von der Love Parade gestern zu sehen. Es waren. Ichs nur 25.000 Leute da, sondern 200.000 (Aussage Polizei) Bzw. 300.000 (Aussage Veranstalter). Also Party wie vor Corona oder SuperSpreaderEvent. Mal sehen.

Wir sind bei der Siegessäule angekommen- auch Goldelse genannt – und gehen nicht nur in das kleine aber feine Museum im Sockel, sondern auch alle 284 Stufen bis zur Aussichtsplattform. Und kommen wie alle anderen auch ziemlich außer Atem an. Aber der Ausblick lohnt sich.

Die Stufen haben die Mädels diesmal nur mit Bestechung genommen. Wir entscheiden uns heute Abend für die kroatische Küche und buchen kurzerhand einen Tisch im Marjan Grill. Einen Spaziergang durch den Englischen Garten und schon sind wir um 19 Uhr am Ziel. Das Essen ist sehr fleischlastig, aber sehr lecker.

Der letzte Abend in Berlin. Wir brauchen noch eine Postkarte, einen Briefkasten und Geld. Postkarte und Geld finden wir leicht am Alex und können auch noch mal ein paar Fotos von der Weltzeituhr machen. Nur der Briefkasten wird schwierig. Es gibt nur komische grüne von Pin.de. Da ist es mir zu waghalsig, normal frankierte Postkarten einzuwerfen. Nicht das die gar nicht befördert werden. Und nochmal andere Briefmarken kaufe ich auch nicht. Tatsächlich werden wir dann in ziemlicher Nähe des Hostels fündig. Und so geht auch dieser Abend zu Ende.