Die Mädels sind noch was platt von den letzten beiden Tagen und so peilen wir nicht den ersten Zug nach Dresden um kurz nach 9 an, sondern den danach. Leider geht dieser erst um 11:18 Uhr (den dazwischen können wir mit dem 9€-Ticket nicht nutzen. da wir dann aber doch schon früher fertig sind, machen wir uns außen Weg zum Hauptbahnhof und wollen dort frühstücken. Das klappt auch ohne Probleme (wir nehmen die S-Bahn und den RE, da die innerstädtische Verbindung ab heute gesperrt ist und durch Busse ersetzt ist) und können gemütlich vor dem Hauptbahnhof Wrap, Baguette und Cookie essen.

Der 3XN Cube auf dem Washington Platz (Cube Berlin) 
Hier gibt es noch Spatzen
Entspannt geht zum ersten Zug des Tages machen Eisenwerda. Der ist recht voll, aber wir finden trotzdem einen Sitzplatz und Platz für das Gepäck. Und pünktlich ist er außerdem. Nur die Toilette ist defekt, das stört uns aber nicht. Die Mädels lesen und hören Musik, ich kann die letzten Blogartikel schreiben. In Ermangelung von W-LAN und schlechter Telefonverbindung muss die Veröffentlichung noch warten.
In Eisenwerda müssen wir umsteigen. Die Wartezeit reicht locker aus. Und auch in diesem Zug bekommen wir einen Sitzplatz und Platz für das Gepäck. Und sind bald da.
In Dresden funktioniert Citymapper nicht, hier müssen wir mit Google Maps den Weg durch die öffentlichen Verkehrsmittel finden. Das hat manchmal seine Tücken (so ganz einsichtig ist der Suchmechanusmus nicht), aber geht auch. Mit Straßenbahn und Bus sind wir nach 20 Minuten am Ziel. Diesmal ist ein Schlüsselkästchen am Fahrrad angebracht. Das steht auch wie angekündigt vor der Haustür, der Code stimmt auch, nur der Schlüssel fehlt. Aber es gibt ja die Telefonnummer des Vermieters. Hier haben wir nämlich ein privates Apartment. Der kann uns – ein Wunder der Technik- die Tür (Haustür und Wohnungstür) ferngesteuert öffnen. Schon ein bisschen gruselig. Mit dem Vermieter am Telefon inspiziere ich die Wohnung. Es sieht ganz ordentlich aus, aber die alten Handtücher sind noch da und die Betten nur halb bezogen. Anscheinend war die Reinigungskraft nicht da oder hat die Arbeit abgebrochen. Wir schmeißen eine Waschmaschine mit Wäsche an und gehen erstmal in die Innenstadt. Der Vermieter wird zwischenzeitlich kommen und alles richten. Der Schlüssel liegt vom Vormieter auf dem Tisch. Ansonsten ist das Apartment super. In einem ganz normalen Mehrfamilienhaus, alles da was man so braucht und sauber.

Schlüsselkästchen mobil 
Alte Tür – elektronisches Schloss
Da wir alle Hunger haben, geht es erstmal was essen. Der Vermieter hat sogar eine Mappe mit Hausregeln und Empfehlungen da, in der wir uns den nahe gelegenden Fährgarten aussuchen. Direkt an der Elbe, in schönstem Sonnenschein. Die Mädels nehmen Flammkuchen, ich die hausgemachte Sülze. Alles sehr lecker, nur die Wespen stören die Kinder sehr. Es wird Sommer. Gesättigt laufen wir wieder zum Apartment zurück und hängen die Wäsche auf. In Ermangelung eines großen Wäscheständers, muss ich die Wäsche kreativ in der Wohnung aufhängen. (Schuhregal eignet sich ganz hervorragend für die Socken.)
Danach geht es nun wirklich in die Innenstadt. Ich bin schon sehr gespannt. Und Dresden ist wirklich schön. An der Liebfrauenkirche und dem Residenzschloss vorbei, gelangen wir in den Zwinger. Dort wird der Innenhof saniert (das soll noch 2 Jahre dauern, erfahren wir), aber die umgebenden Gebäude sind auch so sehr schön. Und alles im besten Abendlicht.

Im Zwinger 
Im Zwinger – Tor zum Theaterplatz 
Auch hier gibt es Tiere in der Stadt
Durch das große Tor gelangen wir auf den Theaterplatz, der von der Semperoper und der Kathedrale begrenzt ist.

Die Semperoper 
Standbild August des Starken und Kathedrale 
Die Kathedrale oder Katholische Hofkirche
Wir bummeln noch ein bisschen durch die Innenstadt. Gegenüber der Brühler Terrassen wird gerade ein Heißluftballon gestartet.




Die Brühlschen Terrassen oder „der Balkon Europas“
Danach geht es wieder Richtung Liebfrauenkirche. Zum Ausklang des Abends trinken wir noch ein paar Cocktails (natürlich alkoholfreie) im Ayers Rock (ein australisches Restaurant) und spielen eine Runde Karten. Das ganze wird nur durch eine Horde fliegende Ameisen gestört, die sich einfach überall niederlassen.
Danach machen wir uns wieder auf den Heimweg. Es ist doch schon spät und die Mädels sind müde. Der Vermieter war wirklich inzwischen da und hat neue Bettwäsche und Handtücher gebracht. Einer entspannten Nacht steht nichts mehr entgegen.