Tag 8: Berlin – Dresden – Eine lange Fahrt und erste Impressionen

Die Mädels sind noch was platt von den letzten beiden Tagen und so peilen wir nicht den ersten Zug nach Dresden um kurz nach 9 an, sondern den danach. Leider geht dieser erst um 11:18 Uhr (den dazwischen können wir mit dem 9€-Ticket nicht nutzen. da wir dann aber doch schon früher fertig sind, machen wir uns außen Weg zum Hauptbahnhof und wollen dort frühstücken. Das klappt auch ohne Probleme (wir nehmen die S-Bahn und den RE, da die innerstädtische Verbindung ab heute gesperrt ist und durch Busse ersetzt ist) und können gemütlich vor dem Hauptbahnhof Wrap, Baguette und Cookie essen.

Entspannt geht zum ersten Zug des Tages machen Eisenwerda. Der ist recht voll, aber wir finden trotzdem einen Sitzplatz und Platz für das Gepäck. Und pünktlich ist er außerdem. Nur die Toilette ist defekt, das stört uns aber nicht. Die Mädels lesen und hören Musik, ich kann die letzten Blogartikel schreiben. In Ermangelung von W-LAN und schlechter Telefonverbindung muss die Veröffentlichung noch warten.

In Eisenwerda müssen wir umsteigen. Die Wartezeit reicht locker aus. Und auch in diesem Zug bekommen wir einen Sitzplatz und Platz für das Gepäck. Und sind bald da.

In Dresden funktioniert Citymapper nicht, hier müssen wir mit Google Maps den Weg durch die öffentlichen Verkehrsmittel finden. Das hat manchmal seine Tücken (so ganz einsichtig ist der Suchmechanusmus nicht), aber geht auch. Mit Straßenbahn und Bus sind wir nach 20 Minuten am Ziel. Diesmal ist ein Schlüsselkästchen am Fahrrad angebracht. Das steht auch wie angekündigt vor der Haustür, der Code stimmt auch, nur der Schlüssel fehlt. Aber es gibt ja die Telefonnummer des Vermieters. Hier haben wir nämlich ein privates Apartment. Der kann uns – ein Wunder der Technik- die Tür (Haustür und Wohnungstür) ferngesteuert öffnen. Schon ein bisschen gruselig. Mit dem Vermieter am Telefon inspiziere ich die Wohnung. Es sieht ganz ordentlich aus, aber die alten Handtücher sind noch da und die Betten nur halb bezogen. Anscheinend war die Reinigungskraft nicht da oder hat die Arbeit abgebrochen. Wir schmeißen eine Waschmaschine mit Wäsche an und gehen erstmal in die Innenstadt. Der Vermieter wird zwischenzeitlich kommen und alles richten. Der Schlüssel liegt vom Vormieter auf dem Tisch. Ansonsten ist das Apartment super. In einem ganz normalen Mehrfamilienhaus, alles da was man so braucht und sauber.

Da wir alle Hunger haben, geht es erstmal was essen. Der Vermieter hat sogar eine Mappe mit Hausregeln und Empfehlungen da, in der wir uns den nahe gelegenden Fährgarten aussuchen. Direkt an der Elbe, in schönstem Sonnenschein. Die Mädels nehmen Flammkuchen, ich die hausgemachte Sülze. Alles sehr lecker, nur die Wespen stören die Kinder sehr. Es wird Sommer. Gesättigt laufen wir wieder zum Apartment zurück und hängen die Wäsche auf. In Ermangelung eines großen Wäscheständers, muss ich die Wäsche kreativ in der Wohnung aufhängen. (Schuhregal eignet sich ganz hervorragend für die Socken.)

Danach geht es nun wirklich in die Innenstadt. Ich bin schon sehr gespannt. Und Dresden ist wirklich schön. An der Liebfrauenkirche und dem Residenzschloss vorbei, gelangen wir in den Zwinger. Dort wird der Innenhof saniert (das soll noch 2 Jahre dauern, erfahren wir), aber die umgebenden Gebäude sind auch so sehr schön. Und alles im besten Abendlicht.

Durch das große Tor gelangen wir auf den Theaterplatz, der von der Semperoper und der Kathedrale begrenzt ist.

Wir bummeln noch ein bisschen durch die Innenstadt. Gegenüber der Brühler Terrassen wird gerade ein Heißluftballon gestartet.

Danach geht es wieder Richtung Liebfrauenkirche. Zum Ausklang des Abends trinken wir noch ein paar Cocktails (natürlich alkoholfreie) im Ayers Rock (ein australisches Restaurant) und spielen eine Runde Karten. Das ganze wird nur durch eine Horde fliegende Ameisen gestört, die sich einfach überall niederlassen.

Danach machen wir uns wieder auf den Heimweg. Es ist doch schon spät und die Mädels sind müde. Der Vermieter war wirklich inzwischen da und hat neue Bettwäsche und Handtücher gebracht. Einer entspannten Nacht steht nichts mehr entgegen.

Tag 7: Berlin: Frühstück bei Frau Honig – Reichstag und Goldelse

Es ist Sonntagmorgen und Sarah ist wieder ausgeschlafen. Tamara aber nicht, da sie bis 4 Uhr nicht schlafen konnte. So machen sich diesmal nur Sarah und ich auf den Weg, nett zu frühstücken. Diesmal hatte ich ein kleines Café “Frau Honig“ , nicht soweit entfernt, herausgesucht. Nach 20 Minuten sind wir auch schon da und bekommen den letzten freien Tisch mit drei Sesseln. Hier gibt es bis zum Abend verschiedene Frühstücksvariationen und wir wählen diesmal Kanada und teilen es. So bekommt Sarah den süßen Teil (die Pancakes mit Nutella und ich den herzhaften Teil. Milch und Milchkaffee runden das Frühstück ab. Und jetzt lernt auch Sarah das neue Kartenspiel aus Bremen (CaBo) kennen und spielt mit. Da die Zeit fortgeschritten ist und wir noch Karten für die Reichstagskuppel haben, wecke ich Tamara schließlich doch und sie kommt nach. Der Uhrzeit und ihrem Hunger entsprechend, gibt es für sie Lasagne. Auch sehr lecker.

Es wird höchste Zeit zum Reichstags aufzubrechen. Wir haben Glück und die U2 geht direkt in der Nähe und hält am Bundestag. Und so sind wir genau pünktlich zum Sicherheitscheck. Wie beim Fliegen wird alles durchleuchtet, Taschen und Metallgegenstände separat. Personalausweis und Bestätigung, dass man einen Platz hat, wird überprüft und dann geht es in kleineren Gruppen rein. Erstmal in eine Sicherheitschleuse, wenn die ganze Gruppedrin ist, ganz in den Reichstag. Noch geführt in den Aufzug und man ist am Fuße der Kuppel . Hier kann man sich einen Audioguide ausleihen (wir nehmen doch dreimal für Erwachsene) und dann darf man auch schon die Rampe zur Spitze erklimmen. An bestimmten Stellen meldet sich die nette Stimme aus dem Audioguide und erklärt die Kuppel und die umliegenden Gebäude. So kommt man Stück für Stück höher. Es ist aber gut, dass wir auch zusätzlich den Plan mitgenommen haben, manchmal braucht man etwas länger bis man die entsprechenden Gebäude gefunden hat. Ein beeindruckendes Bauwerk. Unbedingt sehenswert. Am Fuße der Kuppel gibt es noch zusätzlich eine Ausstellung der Entwicklung Deutschlands von 1880 bis heute. Aber nach einer weiteren halben Stunde haben wir alle genug Erklärungen und Geschichte intus (es ist ja schon halb fünf inzwischen) und machen uns auf den Weg zur Goldelse.

Dazu laufen wir gemütlich durch den Tiergarten. Das Wetter ist schön, einige Sonntagsspaziergänger unterwegs, überall sieht man noch die Reste (Müll und zerbrochene Flaschen) von der Love Parade gestern zu sehen. Es waren. Ichs nur 25.000 Leute da, sondern 200.000 (Aussage Polizei) Bzw. 300.000 (Aussage Veranstalter). Also Party wie vor Corona oder SuperSpreaderEvent. Mal sehen.

Wir sind bei der Siegessäule angekommen- auch Goldelse genannt – und gehen nicht nur in das kleine aber feine Museum im Sockel, sondern auch alle 284 Stufen bis zur Aussichtsplattform. Und kommen wie alle anderen auch ziemlich außer Atem an. Aber der Ausblick lohnt sich.

Die Stufen haben die Mädels diesmal nur mit Bestechung genommen. Wir entscheiden uns heute Abend für die kroatische Küche und buchen kurzerhand einen Tisch im Marjan Grill. Einen Spaziergang durch den Englischen Garten und schon sind wir um 19 Uhr am Ziel. Das Essen ist sehr fleischlastig, aber sehr lecker.

Der letzte Abend in Berlin. Wir brauchen noch eine Postkarte, einen Briefkasten und Geld. Postkarte und Geld finden wir leicht am Alex und können auch noch mal ein paar Fotos von der Weltzeituhr machen. Nur der Briefkasten wird schwierig. Es gibt nur komische grüne von Pin.de. Da ist es mir zu waghalsig, normal frankierte Postkarten einzuwerfen. Nicht das die gar nicht befördert werden. Und nochmal andere Briefmarken kaufe ich auch nicht. Tatsächlich werden wir dann in ziemlicher Nähe des Hostels fündig. Und so geht auch dieser Abend zu Ende.

Tag 6: Berlin – vom Tempelhofer Feld bis zur Love Parade (Rave, Demo, what ever)

Die Mädels schlafen ein wenig länger heute. Wir sind auch erst um 11Uhr mit M verabredet. Eine alte Arbeitskollegin wohnt hier und will uns ein. Wischen von ihrem Berlin zeigen. Wir fahren vom Prenzlauer Berg nach Neukölln. Dort treffen wir uns an der ausgemachten Ecke und schlendern erstmal über einen kleinen Wochenmarkt. Die Mädels essen Käsekuchen (sehr lecker) und ich frühstücke eine portugiesische Teigtasche. Wir werden auf die kleine Kunst auf der Straße aufmerksam gemacht. Auf einigen Straßenschildern sind kleine Figuren in Yogapositionen angebracht. Sehr niedlich. Diese bleibt aber die einzige Figur, die wir finden.

Das Tempelhofer Feld als Panorama – die Weite kommt kaum zum Tragen

Gestärkt geht es zum Tempelhofer Feld. Der alte Tempelhofer Flughafen wurde nach der Aufgabe des Flughafens nicht wieder bebaut, sondern so gelassen wie er war. Mit Start- und Landebahnen, und den alten Gebäuden. Dies ist nun eine riesige Freifläche unten in der Stadt, die allen Bürgern zur Verfügung steht. Radfahren, inlineskaten, Schrebergärten, Hundewiesen, ein kleines Naturschutzgebiet mit Feldlerchen, Grillplätze und einfach Platz zum Bewegen – der Flughafen wird vielseitig genutzt. Und bot zu Corona-Lockdown-Zeiten die Möglichkeit zum Bewegen. Informationen über die Luftbrücke und Rosinenbomber gibt es auch noch. Sogar die Lande-Lichter stehen noch. Durch einen Bürgerbeschluss wurde die Bebauung auch in Zukunft verhindert. M erzählt so einiges aus der Geschichte der Stadt.

Wir trinken noch ein Getränk im Prinzessinnengarten und unsere Wege trennen uns wieder. M fährt zum Fußballspiel, wir machen uns auf zum Maybachufer. Samstags ist dort immer Stoffmarkt und Wochenmarkt gemischt. Ich finde tatsächlich Korkstoff zum Schnäppchenpreis, den ich nicht liegen lassen kann. Außerdem muss das so sein, genau als wir bei dem Stand sind, kommt ein Guss runter, so dass wir uns unterstellen müssen. Bei den Mädels macht sich der Hunger breit und wir kehren beim Kaffee am Markt an der Ecke zur Schönleinstrasse ein. Das ist allerdings in türkischer Hand und so gibt es neben Flammkuchen und Nudeln auch ein türkisches Schmorgericht. Und verschiedene Vorspeisen. Ersteres ist lecker, die Vorspeisencremes haben Luft nach oben. Aber wir werden satt. Beim nächsten Mal werden wir aber eher versuchen, in die Ankerklause zu kommen. Die ist eine Ecke weiter zur Spree hin. Satt machen wir uns wieder auf den Weg.

Der nächste Tipp ist aus Tamaras neuem Buch und auch M hat es uns ans Herz gelegt: die East Side Gallery. Ein Stück der Berliner Mauer steht noch und wurde von Graffiti-Künstlern bemalt. Der erste Teil der Tour verläuft ruhig. Die letzte Busfahrt aber ist der Hammer. Dass so viel Leute in einen Bus passen, ein Wunder. Und alle steigen bei der East Side Gallery aus. Endlich wieder Luft.

So wirklich überzeugen können uns die Graffiti-Werke aber nicht. Deshalb gibt es auch nur wenige Bilder. Und Sarah wird es allmählich auch zu viel mit der innerdeutschen Geschichte.

Am Ende der East Side Gallery liegt die Oberbaumbrücke. Dort bummeln wir drüber und überlegen, was wir noch machen.

Sarah hat genug und so bringen wir sie zurück zum Hostel. Sie bleibt dort und Tamara und ich machen uns noch mal auf den Weg.

Der Plan ist eigentlich mit dem Bus 100 vom Alex zu Bahnhof Zoo zu fahren. Die Fahrt wird abenteuerlich. Seit 14 Uhr ist ja die Love Parade (https://ravetheplanet.de) in der Innenstadt und so kann der Bus nicht den üblichen Weg fahren. Die Busfahrerin ist enorm gechillt und nett für die Situation, erklärt zwischendurch noch, welche Sehenswürdigkeiten man gerade passiert, hält außerplanmäßig, um Leute ein- und aussteigen zu lassen und gibt Tipps, wie man doch noch rechtzeitig zur Bahn (Bahnhof Zoo) kommt. Und versucht dazwischen immer wieder herauszufinden, wo sie überhaupt langfahren darf, da die eigentliche Buslinie durch die Love Parade gesperrt ist. Und die Busfahrer keine Informationen bekommen („Wir haben gerade neues Führungspersonal . Das hat man davon. „). Dann ist die Fahrt an einer U-Bahn-Haltestelle vorbei und wir müssen anders weiter fahren. Die erlaubte Tagesfahrtzeit ist vorbei, die Dame muss Schluss machen. Und bekommt Applaus von den Fahrgästen.

Am Bahnhof Zoo essen wir bei Curry 36 eine Currywurst. Die überzeugt uns nicht. Kaum Curry (zumindest nicht scharf für Tamara), es ist mehr eine Tomatensauce mit ein bisschen Currypulver drüber. Da hatten wir mehr erwartet. Wir bummeln zur Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche und dem Breitscheidplatz. Dort hat die Love Parade begonnen, jetzt ist noch einanderes Festival dort. Keine Techno-Musik. Da es schon spät ist, versuchen wir wieder die Linie 100 zum Alex zu bekommen. Das klappt erstaunlich gut, der Busfahrer weiß auch, welche Umleitung er fahren muss. Und der Bus ist natürlich mit Partygästen und allen möglichen verrückten Leuten voll, die man so nur in einer Großstadt nachts trifft. Ode auch nur zu Love Parade Zeiten. Wir kommen gut wieder zurück. Und Mitternacht ist es auch schon. Sarah schläft.

Tag 5: Wismar – Berlin

Heute geht es weiter nach Berlin. Frühstück ist in Bäckerei schnell geholt, die Mädels packen. Aus irgendeinem blöden Grund entscheiden wir uns den Bus später zu nehmen. Der kommt zwar pünktlich, hält aber an einer Bushaltestelle länger. Und so wird es echt knapp mit dem Zug nach Berlin. 2 Minuten bleiben uns für den Weg zwischen Bushaltestelle und Gleis, die Füße in die Hand genommen (und den Koffer von Sarah) und völlig außer Atem und durchgeschwitzt erreichen wir den Zug. Aber wir erreichen ihn und bekommen sogar einen Sitzplatz und Platz für das Gepäck. Der nächste Zug wäre erst 2 Stunden später gefahren. Nochmal Glück gehabt, aber so knapp sollte man auch nicht planen.

Die Zugfahrt (3 Stunden am Stück) wird sehr entspannt. Wir haben eine sehr nette Zugbegleiterin, it der wir etwas quatschen und die den doch recht vollen Zug sehr gelassen nimmt. Immer freundlich und nett, weißt sie alle auf die Maskenpflicht und den Nicht-Anspruch der Fahrradmitnahme hin. Wir sind schon froh am Anfang eingestiegen zu sein und Sitzplätze zu haben. Wobei durchgehen wäre au h eine Option, die die wenigsten nutzen. Wir schreiben, lesen, hören Hörspiele und spielen Karten. Und schon sind wir in Berlin.

Noch können wir nicht einchecken, also gönnen wir uns erstmal ein Mittagessen. Diesmal wird es Streetfood am Alex mit Blick auf den Funkturm. Und Livemusik. Das Knoblauchbrot mit Tomaten und Feta ist sehr lecker, Sarah bekommt endlich ihren Crêpe. Gestärkt geht es weiter zum Hostel.

Da müssen Noir uns aber erstmal gedulden. Die Rezeption arbeitet alles andere als zügig, in einer halben Stunde können sie zu zweit gerade mal 3 kleinere Gruppen (2-3 Leute) einchecken. Und der mehrfach angepriesene Self-Check-In entpuppt sich als Steckdose. Die Schilder führen einfach ins Leere. Die Mädels werden langsam ungeduldig, dann sind wir endlich dran. Und es spricht nicht einer deutsch. Nur englisch. Ok. Als Hostelmitarbeiter sollte man natürlich auch englisch können, aber in einem deutschen Hostel würde ich zumindest auch deutsch erwarten. Das zieht sich aber dann durch den ganzen Tag. Nur englischsprachige Mitarbeiter überall, in allen Läden. Auch im weiteren Verlauf sind wir nicht begeistert vom Hostel. Zwar ein großes Zimmer, aber es wirkt schäbig. Die Betten sind aus dicken Metallstangen und Spanplatten aufgebaut, das Bad winzig (umdrehen ist schon schwierig), jede Kleinigkeit (Schränke, Handtücher, etc.) zahlt man extra. Im Vergleich zu dem in Hamburg (bei gleichem Preis pro Zimmer) gibt es hier deutlich weniger. Für uns stimmt das Preis-Leistung-Verhältnis nicht. Jetzt bleiben wir, klar, aber sicher nicht noch einmal bei der Kette ein Zimmer buchen.

Die Endhaltestelle der Straßenbahn (heißt das hier so? Die Linien sind mit M gekennzeichnet) sind die Hackesche Märkte. Also fahren wir spontan da hin. Ein Bummel durch die Hinterhöfe und Geschäfte, ein bisschen leichtes Souvenir darf auch mit und der Nachmittag ist schon wieder um. Ein Kaffee noch und wir machen uns auf die Suche nach einem Lokal zum Abendessen. Die Wahl ist wieder auf asiatisch gefallen, diesmal soll es wieder koreanisch werden. Auf dem Weg zum herausgesuchten YamYam bleibt noch Zeit für einen netten kleinen Buchladen.

Tamara kürt das Restaurant schnell zu ihrem Lieblingsladen. Das Essenist wirklich lecker und die Bedienung freundlich. Und es gibt für jede etwas. Von Mandus bis zu Popcorn-Eis, sehr exotisch und sehr lecker.

Danach machen wir uns noch ein bisschen zu Fuß auf den Weg zum Brandenburger Tor. Morgen soll eine große „Ravedemo“ in der Innenstadt sein. Als Love Parade legt dr. Motte auf und es werden 25.000 Technofans erwartet. Normales Touristenprogramm ist da nicht möglich. Also geht es jetzt zu Fuß dahin und wir sehen uns auf dem Weg schon verschiedene Berliner Sehenswürdigkeiten an.

Und durch die Abendstunde und das schöne Licht, macht es nochmal mehr Spaß. Berliner Dom, Museumsinsel, Oper, unter den Linden und zum Schluss das Brandenburger Tor. Sehr schön das ganze und sehr entspannt.

Wir bleiben eine ganze Weile am Brandenburger Tor und darum. Dann geht es wieder zurück ins Hostel. Um Mitternacht sind wir wieder da.

Tag 4: Hamburg – Lübeck – Wismar und viel Pech mit der Bahn

Für heute war eigentlich ein Strandtag angedacht, deshalb hatte ich die Übernachtung in Wismar gebucht. Allerdings ist für den ganzen Tag Regen bei knapp 18 Grad angesagt, nur in England schwimmt man im Meer bei dem Wetter. Also entscheiden wir uns den Umweg über Lübeck zu nehmen, von der Stadt haben alle so geschwärmt. Die Fahrt soll auch nur 45 Minuten dauern, das geht ja. Aber wie immer kommt es anders. Wir erreichen gut den Zug, der au h schon wartet. Ich bin schon ein wenig irritiert, weil die DBApp anzeigt, dass der Halt dieses Zuges entfällt und dieser nicht mehr fährt – wegen Brückenschäden auf der Strecke. Also alle müssen aussteigen. Eine nichtdeutschsprachige ältere Frau (ich tippe auf Ukrainerin) ist völlig verwirrt und will auch nach Lübeck. Es gibt sogar einen Ersatzzug, der über Büchen fährt und das in den nächsten 5 Minuten. Wie alle anderen aus dem Zug nach Lübeck hetzen wir zu dem Zug, erreichen ihn gerade und bekommen sogar einen Sitzplatz. Die Frau haben wir auch mit reingelotst. Allerdings dauert die Fahrt mindestens 50 Minuten und dann müssen wir in Büchen umsteigen. Büchen ist ein kleiner Bahnhof in the middle of nowhere. Allerdings gibt es einen Bäckerladen auf dem Bahnsteig, das Frühstück mit Franzbrötchen ist also gesichert. Und dann fahren wir von Gleis 140 (kein Witz, es gibt die Gleise 1, 2, 40, 41 und 140) in einem Wagen nach Lübeck. Und ich sage noch „140 ergibt Bahntechnisch gar keinen Sinn.“ Aber ist so.

Die Fahrt ist nicht schön, obwohl sie nicht so lang ist. Völlig überfüllt, dicht gedrängt stehend, einige sehr renitente ältere Herrschaften mit dicken Wanderrucksäcken auf dem Rücken, eine Bahnfahrt wie man sie sich nicht wünscht. Na ja, geht auch vorbei. Endlich in Lübeck. Aus der 45 Minuten Fahrt ist eine 2h-Fahrt geworden.

In Lübeck verstauen wir das Gepäck im Schließfach, holen Bargeld und machen uns auf den Weg zum Wahrzeichen Lübecks: das Holstentor. Dabei kommen wir an Bismarck und Kaiser Wilhelm den I. vorbei und über die Puppenbrücke. Und wieder gibt es andere Ampeln.

Weiter geht es Richtung Altstadt, mit einem kurzen Abstecher in die St. Petri Kirche. Die erste Kirche ohne Bänke, die ich gesehen habe. sehr spartanisch das ganze.

Weiter geht es zum Marktplatz. Der ist echt beeindruckend und sehenswert und auch gerade sehr belebt – es ist Markttag. Für Tamara und mich gibt es wieder Fischbrötchen (mit kaltem Backfisch und nur einem Blatt Salat schmeckt es Tamara aber nicht besonders), nur für Sarah finden wir noch nichts. Der Crêpes-Stand ist heute woanders. Also suchen wir weiter was Süßes für sie.

Es gibt eine große Portion (teures) Eis und noch einen kleinen Bummel durch die Innenstadt. Sehr nett, wirklich. Doch dann machen wir uns auf den Weg zurück zum Hauptbahnhof, der nächste Zug Richtung Wismar geht in 30 Minuten. Am Kohlmarkt ist eine zentrale Bushaltestelle und wir haben schon einen Bus herausgesucht. Sarah braucht noch einen Moment mit dem letzten Eis, ein kurzer Spurt und wir möchten mitfahren. Nur dürfen wir nicht. Die hinteren Türen sind schon zu, als wir ankommen, wir müssen vorne einsteigen. Die Fahrausweise werden hier streng kontrolliert und der Fahrer akzeptiert nicht, dass die Tickets der Kinder im Bahnhof mit den Rucksäcken eingeschlossen sind und schmeißt uns wieder raus. Also heißt es laufen. Tamara schimpft wie ein Rohrspatz – sie fühlt sich ungerecht behandelt, da der Busfahrer nicht alle kontrolliert hat. Aber was soll’s, wir wollen ja zum Zug. Also Füße in die Hand und zum Bahnhof. Das klappt auch rechtzeitig. Mit kompletten Gepäck stehen wir rechtzeitig auf Gleis 1, wo der Zug planmäßig abfahren soll. Spontan wird der Zug aber auf Gleis 7 umgeleitet! 2 Minuten vor Abfahrt. Also wieder die Treppen hoch und bei Gleis 7 runter. Den Zug bekommen wir auch noch. Er ist aber auch voll. Netterweise bringt ein Herr meinen Rucksack und einen Koffer auf den hier großen Gepäckablagen unter. Tamaras Koffer ist zu groß, passt aber unter die Sitze. Und wir können alle drei sitzen. Läuft doch. Nur noch einmal umsteigen in Bad Kleinen. Kleiner Bahnhof, aber bunte Fenster. Immerhin. Um kurz nach zwei sind wir in Wismar.

Mit dem Gepäck nehmen wir den Bus, müssen aber nur 2 Haltestellen weit fahren. und ein wenig über Kopfsteinpflaster rollern. Schon sind wir in der Pension angekommen. Hier ist keiner an der Rezeption, die ist nur morgens von 8 bis 10 besetzt. Es gibt eine ausführliche Beschreibung, wie man erst den Türcode eingeben soll und dann an den Schlüssel kommt. Nur – auf dem Tastenfeld gibt es gar kein c (um c + 4 Zahlen) einzugeben. Ich probiere es ohne das c und voilà, die Tür ist auf. 2 enge Treppen nach oben und wir stehen wieder vor verschlossener Tür. Hier muss man bei einem Zahlenschloss die Zahlen eingeben und kann dann ein kleines Fach mit dem Schlüssel öffnen. Endlich drin. Da kommt in dem Moment die Nachricht, dass der Haustürcode jetzt ohne das c ist. Hmm, schon herausgefunden.

Das Appartement ist nett. Ein bisschen ausruhen und dann geht es in die Wismarer Altstadt. Wir sind gespannt. Immerhin ist Wismar Weltkulturerbe (wie auch schon Lübeck). Und die Altstadt ist wirklich schön und sehenswert. Schöne alte Häuser, ganz andere Anmutung alls die Städte davor, wir sind alle drei begeistert. Sarah kürt Wismar schnell zu ihrem Liebling.

Nach der Altstadt geht es zum Hafen. Dort wollen wir etwas essen. Und da es auch gerade ordentlich zu regnen anfängt, nehmen wir eines der ersten Lokale. Das hat auch eine sehr gute Beschreibung und Sarah bekommt etwas anderes als Fisch. Sie braucht mal wieder etwas Fleisch. Scholle und Dorsch sind aber auch sehr lecker.

Ein Spaziergang durch den alten Hafen – der Regen hat sich wieder verzogen – rundet den Tag ab. Wir beobachten das Antäuen eines Segelschiffes (heißt das so?) und genießen die gute Ostseeluft. Danach geht es nach Hause. Die Mädels gehen relativ direkt ins Appartement, ich schlendere noch ohne Markt durch die Altstadt (und suche einen Briefkasten).

Tag 3: Hamburg Teil 2 – im Rathaus, in der Schanze, auf dem Michel und Pizza am Abend

Nach dem langen Tag gestern geht es heute ein bisschen später los. Wieder beginnt der Tag mit Franzbrötchen, diesmal direkt am Jungfernstieg gekauft. Ganz frisch und sehr lecker. Wir beschließen ins Rathaus zu gehen und dort eine Führung hinter die Kulissen, also in die Regierungsräume mitzumachen. Und es gibt direkt einen Briefkasten im Rathaus, da würde sich ein Postkarteneinwurf lohnen. Nur, dass noch die Postkarte und Briefmarken fehlen. Da die nächste Führung erst in einer Stunde ist, gibt es einen kurzen Abstecher in die Mönckebergstraße. Ein dicker Regenguss begleitet uns. Wir finden im nah gelegenen Buchladen ein Buch, das unbedingt mitmuss (ja, es gibt Ausnahmen von der wir-kaufen-nichts-Regel) und eine schöne Postkarte. Aber keine Briefmarken und keinen Stift. Also die nächste Poststelle gesucht (gut versteckt in der Perle von Hamburg) und die Mädels besorgen einen Stift. Und wir schaffen es gerade rechtzeitig zur Führung zurück.

Im Rathaus gibt es diesmal eine Führung von zweien – einer wird eingearbeitet. Das merkt man dem jungen Man auch noch sehr an. Es gibt außerdem eine Veranstaltung im Rathaus, für die gerade alles eingedeckt wird und der Bürgermeister empfängt einen Gast. In alle Räume können wir also nicht rein. Trotzdem lohnt sich die Führung und vor allem den Mädels gefällt es sehr.

Nun gewinnt aber der Hunger die Oberhand und wir machen uns auf den Weg in das Schanzenviertel. Koreanisch ist angesagt. Diesmal nehmen wir den Bus und sind auch recht bald da. Ein kurzer Fußweg zur Susannenstrasse und der Koreaner, den ich am letzten Wochenende entdeckt hatte, ist gefunden. Und wir haben Glück – es ist noch Lunchtime und Bibimbab (Reis mit Pilzen bzw. veganes Hühnchen und Gemüse drauf) gibt es günstiger. Sarah nimmt ein paar Mandus (gefüllte Teigtaschen). Alles sehr lecker.

Gesättigt bummeln wir die Susannenstraße hinab. In den Laden mit den Echtleder-Taschen aus der kleinen Manufaktur müssen wir unbedingt noch mal rein. Der hatte es mir beim letzten Besuch schon angetan. Und diesmal kann ich mich sogar ganz schnell entscheiden. Ein Rucksack läuft mir quasi direkt nach. Verschicken geht nicht, also gibt es etwas Extra-Gepäck. (Und wie gut, dass ich mich für den Wanderrucksack entschieden habe. Der ist „aufrüstbar“.)

Unser nächster Programmpunkt ist der Michel, „das“ Hamburger Wahrzeichen. Mit Besichtigung des Turmes und der Krypta. Der Innenraum dieser Kirche ist einfach völlig anders, als alle anderen Kirchen, die ich kenne. Durch da viele Weiß viel Lichter und freundlicher, Türkis und Gold wirken sehr edel dazu. Die MicheApp versorgt uns mit allen.Informationen.

Für das Abendessen haben wir uns Ramen ausgesucht und wollen das in der Schanze bei Momo Ramen machen. Der Weg ist gut gefunden, nur haben wir nicht reserviert und es ist nichts frei und alle Tische zwei bis dreimal reserviert (ich hoffe für die Leute nacheinander). Also suchen wir uns etwas anderes, in der Schanze gibt es ja Auswahl genug. Wir bleiben bei Pizzeria Napoli hängen und es wird heute Abend also Pizza und Gnocchi. Die gleiche Wahl hat Herr Tschentscher gemacht, der am Nachbartisch sitzt. Die Pizza ist auch sehr groß und lecker.

Da aber für den Abend Regen angesagt ist und es auch schon sehr grau und windig ist, verwerfen wir unseren Plan in Planten un Blomen die Wasserlichtspiele zu sehen (die beginnen immer erst um 22 Uhr) und fahren etwas früher zurück ins Hostel. Eine Runde Karten rundet den Tag ab.

Tag 2: Hamburg Teil 1 – Vom Hafen bis zum König der Löwen

Der erste ganze Tag in Hamburg. Erwartungsgemäß geht es etwas später los. Das erste Ziel ist der Hafen und die Landungsbrücken. Da gibt es erstmal Franzbrötchen und Co zum Frühstück. Wir wollen eine Fleetrundfahrt machen und erfahren erstmal, dass die von Jungfernstieg aus losgehen und nicht vom Hafen aus. Wir sind also hier falsch.

So weit ist es aber nicht bis zum Jungfernstieg und so laufen wir dahin. Auf dem Alsterwanderweg entlang eines Fleets.

Ein grünes Schulschiff

Am Jungfernstieg angekommen, müssen wir uns erstmal orientieren und schauen, wo überhaupt solche Fahrten angeboten werden. Es stellt sich heraus, dass es zwei mögliche Touren gibt: Fleettouren und Kanalfahrten. Die Beschreibung der Kanalfahrt spricht uns mehr an und die nächste startet in 5 Minuten. Die Karten kann man beim Kapitän kaufen (sogar mit Karte) und los geht es. Wir haben die 2-Stunden durch den Stadtpark erwischt. Also geht es bei schönstem Sonnenwetter von der Binnen- zur Außenalster und dann in die anliegen den Kanäle. Vorbei an Hotel Atlantik, dem Fernsehturm und jede Menge Häusern und teuren Villen (alle mit Anlegestelle und Boot), dem teuersten Friseursalon von Hamburg, badenden Jugendlichen, Schrebergärten, Parkanlagen bis in den Stadtparksee. Und danach noch zum Rondeelteich. Alles unterhaltsam erläutert vom Kapitän.

Danach möchten wir uns ein weiteres Wahrzeichen Hamburgs ansehen: die Elbphilharmonie oder kurz Elphie. Also fahren wir kurz wieder zum Hafen zurück und laufen über die Jan-Fedder-Promenade zu Elphie und Speicherstadt. Die Plaza-Tickets sind einfach zu bekommen, es gibt auch keine Personenbegrenzung. Aber leider beginnt jetzt aus heiterem Himmel Sarahs Nasenbluten. Wir müssen das erstmal stillen und uns auf der Toilette wieder frisch machen. Erst dann können wir den 360-Grad-Ausblick genießen. Und alle Erläuterungen zu den umliegenden Gebäuden

Um 17 Uhr müssen wir schon am Musical-Shuttleboot-Anleger sein. Leider beginnt direkt bevor der nächste ablegt, das Nasenbluten wieder. Und sogar heftiger als zuvor. Nach 20 Minuten ist aber auch das wieder gestillt und wir können noch rechtzeitig übersetzen. Beim Eintritt muss ich das Taschenmesser abgeben, so etwas spitzes ist nicht erlaubt. Wieder was säubern und dann ist noch Zeit für eine Cola und ne Currywurst (nach Brezeln ist uns nicht so). Jetzt macht sich der große Rucksack nützlich: wir können Sarahs Rucksack sowie alle Jacken darin unterbringen und müssen nur einen Rucksack abgeben. Und dann geht es auch schon los. Direkt vor der Vorstellung beginnt erneut das Nasenbluten, diesmal aber Gott sei Dank nur ganz kurz. Und die Taschentücher und Servietten reichen noch aus.

Die Vorstellung ist grandios, wir haben alle viel Spaß. Die Musik, die aufwendigen bunten Kostüme, die gesamte Aufführung ist toll. Bilder dürfen natürlich nicht gemacht werden.

Danach ist noch Zeit den Ausblick auf Hamburg von dieser Seite aus zu genießen. Uns gefällt die Skyline besonders gut.

Eine Schulklasse hat gefeiert und noch Brötchen übrig. So bekommen wir gratis ein Abendessen. Mit fast dem letzten Shuttleboot geht es wieder zurück. Und dann wieder zurück ins Hostel. Eine Runde Karten spielen und gegen Mitternacht ist der Tag zuende.

Tag 1: Bonn – Düsseldorf – Bremen – Hamburg

So, heute geht es endlich los. Die große Deutschlandtour mit dem 9€-Ticket. Einmal rund herum in Deutschland nur mit Regionalzügen. Montagmorgen um 6:30Uhr geht es raus zum ersten Bus zum Bonner Hauptbahnhof. Der erste Zug ist ziemlich leer, wir bekommen 3 Plätze längs zum Waggon, die Koffer im Gang, der Rucksack auf dem Sitz.

Es geht los.

Der erste Zwischenstopp ist in Düsseldorf. Eine Stunde Umstiegszeit. Also ein Frühstücksbrötchen (bzw. Schokocrossaint) geholt und eine kleine Strecke in die Innenstadt gelaufen. Das bringt aber nicht viel, so dass wir relativ schnell wieder umdrehen. Dann lieber in Ruhe auf den Zug warten.

Der Zug begrüßt uns schon passend

Zug 2 nach Osnabrück ist ebenfalls die meiste Zeit nur mäßig besetzt. Bis auf das Stück zwischen Essen und Münster, da knubbelt es sich auf einmal – ein Zug davor war ausgefallen. Nur der dritte Zug von Osnabrück nach Bremen wird so richtig voll. Und leider steigen wir auch noch beim Fahrradabteil ein. Dort steht jeder direkt neben den anderen, diejenigen am Rand können sich auf den kleinen Absatz setzen. Oder auf die Koffer. Das hat dann ein wenig was von Viehtransport. Aber alle nehmen es gelassen und die Fahrt ist ja auch nicht so lange. Aber wir lernen daraus – wenn stehen, dann bitte nicht im Fahrradabteil.

Es ist schon 13 Uhr und wir schließen erstmal die Koffer in Schließfächer am Bahnhof ein. Und machen uns sofort auf den Weg nach Fischbrötchen. Und ja Google Maps findet auch Einträge zu „Fischbrötchen“. Da werden dann die Rezessionen und Speisekarten der verzeichneten Restaurants etc. durchsucht. Da ich einen Besuch bei Nordsee nur im Notfall zustimme, werden wir dann bei Gosch fündig. Der Fisch ist gut, die Brötchen dröge. Das Mittagessen gerettet.

So gestärkt geht es dann daran die Bremer Innenstadt zu erkunden.

Na klar, die Bremer Stadtmusikanten dürfen nicht fehlen.

Der Bleikeller ist nur am Wochenende geöffnet, so dass wir leider keine Mumien sehen können. Also machen wir uns direkt auf den Weg in den Schnoor.

Der Roland

Im Teestübchen gibt es Tee und selbst gebackene Scones mit echter britischer Clotted Creme, yummy. So gestärkt geht es dann wieder zum Bahnhof zurück. Wir wollen ja noch weiter nach Hamburg. Das Gepäck ist schnell geholt, der Zug leider nicht pünktlich. Dafür bekommen wir diesmal sogar einen Vierersitz mit Tisch und es gibt eine Möglichkeit das Gepäck zu verstauen. Wir können das neu gekaufte Kartenspiel direkt ausprobieren. Leider kommt zu der Anfangsverzögerung noch ein technischer Defekt („Die hat keine Lust mehr mitzuarbeiten“ – die Durchsagen sind manchmal schon lustig im Zug) und so verlängert sich die Fahrtzeit auf zwei Stunden. Aber dann haben wir um 18 Uhr Hamburg erreicht.

Jetzt nur noch nach Altona ins Hostel/ Hotel. Das Zimmer ist gefühlt riesig für ein Hostelzimmer. Drei einzelne Betten und ein Sofa, getrennt Dusche und Toilette, na ja, war ja auch nicht ganz günstig. Sarah ist müde, bleibt auf dem Zimmer und schläft eine Runde. Tamara und ich machen uns auf den Weg zum Altonaer Hafen. Fischbrötchen sind wieder angesagt.

Lecker Fisch

Im Fischbeisl werden wir fündig und es gibt nicht nur Brötchen zum mitnehmen sondern leckere Tellergerichte. Der Matjes ist super zart, Hamburger Pannfisch und Backfisch wirklich frisch und lecker. Und nach einem Abschluss-Fischbrötchen ist Tamara auch endlich satt.

Nach einem Spaziergang am Kai entlang, schlendern wir wieder zurück ins Hostelzimmer. Sarah bekommt ihr Fischbrötchen, noch eine Runde Karten und der erste Tag ist vorbei.

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